Zürich - Santiago de Chile

Sonntag 29. / Montag 30. November 2009

Zürich - Paris - Santiago de Chile: Houston - Eagle has landed!

Im Gegensatz zur letzten Islandreise war ich bereits 1h vor Abreise komplett fertig mit Packen :-). Es wurde aber doch knapper, als ich eigentlich wollte...

Gute 2 1/2h vor Abflug erreichte ich mit meiner Familie, die mich liebenswürdiger weise begleitete, den Flughafen und begann den Check-in. Und das ist mit einem Velo (Fahrrad) immer ein wenig ein Abenteuer; so auch dieses Mal. Da die AirFrance netterweise den Velo-Zuschlag auf den 1. November erhöht hatte, kostete mich das 3. Gepäckstück (das Velo) nicht wie gedacht 150 Euro sondern gut 200 Euro. Dafür schien das Gewicht von mehr als 25kg kein Problem zu sein. Dies musste ich mir für den Rückflug merken.

Nach Verabschieden, Zollkontroller und Gepäck-Kontroller ging es mit einem Jumbolino nach Paris. Überraschenderweise gab es trotz spätem Abflug von 19.45 noch ein Sandwich; da hätte ich mir mein Auf-Nummer-Sicher-Sandwich sparen können.

Da sie mir in Zürich den Boarding Pass für Paris-Santiago nicht ausstellen konnten, durfte ich mich in Paris damit beschäftigen. Das klappte auch ganz gut, nur waren nun natürlich schon alle guten Sitze weg und ich bekam einen Mittelsitz. Oh well. Irgendwie sollte ich die kommenden 14h auch überstehen. Dank Desperate Housewifes (2 Folgen), CSI (1 Folge), The Simpsons (1 Folge) und diversen weiteren Sendungen und CDs gingen die Stunden erstaunlich schnell vorbei. Und zwischen den Mahlzeiten schaffte ich es sogar etwas zu schlafen. Nur ein Problem hatte ich: Die Schubändel Lasche einer meiner Wanderschuhe hatte sich so unglücklich im Kasten des Boardunterhaltungssystems unter dem Vordersitz verfangen, dass ich beim Aussteigen ein Crew-Mitglied um Hilfe fragen musste. Mithilfe eines Messers aus der Business-Class konnte dieser die Schraube der Abdeckung des Systems lösen und so meinen Schuh befreien. So geht das.

Nach der Immigration, die erstaunlich einfach verlief sofern man keine verbotenen Nahrungsmittel dabei hat (wie Äpfel zum Beispiel), kam die bange Frage der Gepäckausgabe. Und sieh da: Alles war da! Also raus aus dem Flughafengebäude und zusammenbauen der ganzen Konstruktion. Nach gut einer Stunde war dies auch geschafft und ich machte mich auf den Weg zu einer nahe gelegenen Tankstelle um eine Ration Luft für meine Reifen zu bekommen. Nachdem ich herausgefunden hatte, wie die Pumpmaschine funktioniert, machte ich mich mit vollen Pneus auf den Weg und schoss zuvor noch das km 0 - Bild.

Ich wollte nach Santiago. Die Frage war nur, wie komme ich dahin ohne die Autobahn zu benützen? Ich versuchte wirklich es zu verhindern. Aber als die Signalisation 100km/h anzeigte musste ich leider doch feststellen, dass ich wiedereinmal (siehe Öffnet internen Link im aktuellen FensterCatania-Siracusa) auf der Autobahn gelandet war. Aber auch der Mann an der Zahlstation schaute mich nur staunend an und liess mich passieren. Ich entschied dann aber doch an der nächsten Ausfahrt die Autobahn zu verlassen und fragte an einer nahen Tankstelle nach dem Weg. Ein Angestellter, der die Autoscheiben putzte, bot mir netterweise an, auf mein Fahrrad aufzupassen während ich mir dringend benötigte Getränke und ein paar Schokoriegel kaufte. Danach erklärte er mir noch den richtigen Weg. Und all dies auf Spanisch :-). Nur wusste ich leider am Schluss nicht, ob ich ihm nun ein Trinkgeld geben sollte, oder ob dies auch nicht ok wäre.

Ich liess es bleiben und machte mich auf den Weg. Und staun, dank dem Beschrieb, Lonely Planet und Nokia GPS fand ich die Öffnet externen Link in neuem FensterJugendherberge in Santiago und damit das heutige Tagesziel. Und der Verkehr dorthin war nicht einfach, aber auch nicht schwieriger als in Zürich in der Rushour.

Wetter: Sonnig, ca 23°C

Strasse: Asphaltiert

Statistik: T: 1h02, D: 17km, M: 29.8km/h, ¢16.3km/h, flach

Unterkunft: HI Santiago, 23'000 Pesos/EZ
+ Veloparkplatz
+ sauber
+ zentral gelegen
- relativ teure Einzelzimmer