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Catania - Nicolosi - Etna

Mittwoch, 14. Oktober 1998 (Catania-Nicolosi)
Heute heisst unser Ziel Nicolosi. Nachdem alle Sachen inkl. Zelt wieder einmal richtig trocken sind, fahren wir um 10.30 Uhr los. Wir versuchen mit Hilfe der Beschilderung und der eigenen "Nase" das Zentrum von Catania zu umfahren, was uns auch ziemlich gut gelingt. Wir landen zuerst zwar nicht direkt in Nicolosi, dafür aber in seinem Nachbardorf Pedara, das auf etwa gleicher Höhe liegt. Nach einem letzten kräftezehrenden Aufstieg zwischen Nicolosi und dem Zeltplatz "Etna" erreichen wir diesen kurz nach 12.00 Uhr - wir haben also nur ca. 1½ Stunden gebraucht. Wolfgang und Dirk sind bereits da; sie sind ja auch einiges früher gestartet. Am Nachmittag versuchen wir in Nicolosi einzukaufen und ein paar Informationen einzuholen. Da die meisten Geschäfte und Büros erst um 17.00 Uhr wieder öffnen und die Einkaufsläden am Mittwoch Nachmittag geschlossen sind ist dies ziemlich schwierig. Am Abend gibt es dann aus dem Campingplatz-Restaurant etwas Spaghetti, Salat und viel Brot. Das Wetter heute war sehr gut! Tagesleistung: ca. 30 km und 900 Höhenmeter

Donnerstag, 15. Oktober 1998 (Nicolosi-Etna-Nicolosi)
Kurz nach 8 Uhr fährt Marco los, um in Nicolosi etwas zum Essen zu kaufen, da wir gestern nichts mehr bekommen haben. Der Supermercato sollte eigentlich um 8.15 Uhr öffnen, tut dies aber erst um 8.30 Uhr. Nachdem Marco wieder zurück ist nehmen wir um ca. 9.30 Uhr den ersten (!) Bus zum Rifugio Sapienza bzw. der Talstation der Etna-Seilbahn. Dort erwartet uns schon eine schöne Touristenschlange, die alle ans selbe Ziel wollen - dem Etna. An der Kasse müssen wir zuerst wieder an neue Kostendimensionen gewöhnen: die Fahrt mit der Seilbahn zur Montagnola, dann Jeep zu Torre del filosofo + Führer: 62'000 Lire pro Person. Das ist schon ziemlich viel. Uns bleibt aber wohl nichts anderes übrig, schliesslich wollen wir zum Etna. Als wir bei Torre del filosofo ankommen sehen wir nirgendwo einen Führer. Dann nehmen wir halt alleine den dort beginnenden Weg unter die Füsse. Unterwegs überholen wir einen älteren Mann, der sich dann später als Führer entpuppt. Schon nach kurzer Zeit versperrt uns ein Seil den Weg. Auf einer daran befestigten Tafel steht, dass man doch bitte nicht mehr weiter gehen soll. Dies fällt mir dann doch ziemlich schwer, da man von diesem Punkt aus praktisch nichts sieht. Zudem sind wir erst etwa knapp 50 m vom Parkplatz der Jeeps entfernt. Zudem kann man natürlich mir als passionierten Vulkanfan nicht das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und mich dann hier stoppen wollen. So kommt es, wie es kommen musste: wir gehen weiter. Zuerst aber schauen wir, woher der Wind bläst und wie sich der Vulkan verhält. Wie ich von einer Reisegruppe vernehmen konnte, ist nicht weit von unserem jetzigen Standort entfernt ein Lavastrom vorbeigeflossen. Also nichts wie hin! Auf der gleichen Höhe wie Torre del filosofo gehen wir in Richtung des Lavastromes über diverse Spalten und durch lose Lapili und finden ihn auch: er ist noch warm. Ich wage es nicht ihn zu überschreiten, da ich nicht irgendwo in heisse Schichten einbrechen möchte. Dieser Lavastrom ist, wie ich später erfahre, nicht etwa aus einer Spalte ausgetreten sondern durch Überlaufen des Südostkraters entstanden. Dies ist auch der Krater an dem einige leichtsinnige Touristen an diesem Tag herumkraxeln. Wieder zurück bei Torre del Filosofo essen wir etwas zu Mittag und geniessen die Sonne. Meine schon länger vorhandenen Kopfschmerzen werden stärker, vielleicht ist es die Sonne, vielleicht aber auch die Höhe (3000 m). Nach einiger Zeit beschliessen wir wieder zur Bergstation zurückzukehren. Keiner der Jeepfahrer will uns aber mitnehmen - Grund: sie seien schon komplett von einer Gruppe ausgebucht. Nach längerer Diskussion - auch zwischen den Fahrern selber - können wir dann doch noch mit und geniessen zusätzlich auf einem Halt das Panorama ins Valle del Bove: faszinierend! Danach geht es zurück zur Bergstation Montagnola und dann zum Zeltplatz. Am Abend hoffe ich auf einen schönen Ausbruch. Leider vergebens.