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Montag, 5. Oktober 1998 (Ankunft auf Stromboli)
Nach einer unruhigen Nacht (das Meer), kommt Stromboli um 4.00 Uhr in Sichtweite. Mehrere kleinere Ausbrüche zeigen das vulkanische Wesen dieser Insel schon von weitem. Spätestens hier wird einem klar, wieso diese Insel auch den Übernamen "Leuchtturm des Tyrrhenischen Meeres" hat. Kurz nachdem die Fähre angelegt hat, werden die Reisenden nach Stromboli von der Fähre "getrieben". Fast alle Reisenden werden abgeholt, nur wir nicht; Nino schläft wahrscheinlich noch. Trotzdem erreichen wir das Hotel "Villaggio Stromboli", wir kennen den Weg schliesslich schon von früheren Besuchen. Vordem Hotel selbst werden wir für das frühe Aufstehen mit einem schönen Sonnenaufgang entschädigt. Nach einer kurzen Einkaufstour (Trinken, Essen), dem Mittagessen und einer kleinen Siesta ziehen wir um 15.20 Uhr los Richtung Stromboligipfel. Eigentlich wäre dies ja nur mit Führer erlaubt (offiziell), wir haben uns aber entschieden ohne Führer zu gehen, da wir schon ein paar mal oben waren. Für uns ist aber klar, dass wir nicht oben übernachten werden, da dies schlicht zu gefährlich wäre. Dies wurde in letzter Zeit mehrfach bestätigt, als Personen bei grösseren Ausbrüchen verletzt wurden. Die Verletzungen holten sie sich meistens auf der Flucht, einige hatten aber auch Verbrennungen von heissem Auswurfgestein (Lava). Nach einem beschwerlichen Aufstieg (Hitze v.a. im unteren Bereich und schlechte Pfade) erreichen wir 1 ¾ Stunden später den unteren Bereich des alten Kraters. Bereits dort hat man einen fantastischen Blick hinüber zu den zur Zeit aktiven Öffnungen. In der Umgebung diese ersten Beobachtungsplatzes entdecken wir auch neuere "Lavafladen", was und doch etwas beunruhigt und auch aufmerksamer macht. Die anderen "Vulkanwanderer" schenken den erst kürzlich ausgeworfenen Schlacken keine Beachtung. Wahrscheinlich ist ihnen nicht bewusst was das bedeutet, sonst würden sie wohl kaum hier ihre Zelte aufstellen und Schlafsäcke auslegen. Um auch von "oben" in den aktiven Bereich sehen zu können, machen wir uns auf den Weg zum Pizzo. Oben kommen wir uns vor wie auf dem Jahrmarkt: ca. 70 Leute, z.T. mit Schlafsäcken, bevölkern den Gipfelbereich. Ich werde den Verdacht auch hier nicht los, dass sie sich der Gefahr nicht bewusst sind oder nicht bewusst sein wollen. Auf dem Weg zurück zu unserem prov. Lager, werden wir von einem Führer gebeten nicht auf dem Vulkan zu übernachten. Da wir dies ohnehin nicht vorhaben, ist es kein Problem. In den folgenden Stunden widmen wir uns vorwiegend dem Fotografieren. Dabei bekommen wir einige schöne Ausbrüche zu sehen. Um ca. 21.30 Uhr machen wir uns im Mondschein wieder auf den Weg nach unten. Kein leichtes Unterfangen, da uns die Schwerkraft zusätzlich nach unten treibt. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich den Weg einigermassen kenne. Als "Neuling" wäre es wohl schwierig geworden. Ca. um Mitternacht erreichen wir das Hotel wieder.
Dienstag, 6. Oktober 1998 (Stromboli)
Keine besonderen Vorkommnisse. Wir erholten uns vom Vortag. Schlechtes Wetter mit Regen.
Mittwoch, 7. Oktober 1998 (Stromboli)
Immer noch schlechtes Wetter.
Donnerstag, 8. Oktober 1998 (Stromboli)
Am Nachmittag umrunden wir in einem kleinen Boot die Insel, wegen hohem Wellengang kann das Boot leider nicht in Ginostra anlegen. Aber auch die Fahrt neben der Sciarra del Fuocco durch ist sehr interessant. Am Abend Marsch zu Labronzo, einige schöne Ausbrüche. Ich wäre gerne nochmals nach oben gegangen, da das Wetter aber nicht 100% gut ist, kann ich mich nicht dazu motivieren.
Freitag, 9. Oktober 1998 (Stromboli - Milazzo)
Am Morgen packen und danach Fahrt zum Hafen inkl. Pizza kaufen. Um 13.30 Uhr Abfahrt nach Milazzo über Panarea, Salina, Lipari und Vulcano. Unterwegs sehen wir Delphine. In Milazzo dann Suche nach dem Campingplatz im Dunkeln. Gefunden nach Fragen. Portier sieht aus wie Guildo Horn. Wir sind fast alleine auf dem Zeltplatz.