To be translated. Sorry for the inconvenience.
Samstag, 3. Oktober 1998 (Luzern-Rom)
Abfahrt um 21.59 Uhr im Bahnhof Ebikon (bei Luzern, Schweiz) nach Schlussspurt im Fahrrad-auseinandernehmen-und-in-Sack-verpacken. In Zug dann Zugwechsel (kein Scherz! Der Ort heisst wirklich so): Liegewagen. Dank dem, dass wir für 4 Personen ein 6er-Abteil reserviert haben, können wir die Fahrräder problemlos verstauen. Ansonsten hätte es wohl Probleme gegeben, da der Zug ziemlich voll ist.
Sonntag, 4. Oktober 1998 (Rom-Napoli)
Nach einer unruhigen Nacht, wie immer im Zug, werden wir sanft mit den Worten "in fünf Minuten werde ich das Bettzeug holen!" geweckt. Soeben noch im Schlaf, sind wir also sofort wach. Auch von Anklopfen hat der Liegewagenbegleiter noch nie etwas gehört, was einige beim Anziehen "schmerzlich" erfahren müssen. Eineinhalb Stunden später kommen wir in Rom an. Als erstes versuchen Marco und ich zwei Fahrkarten für unsere "Bici in Sacca" (Fahrrad im Sack) zu bekommen. Dabei werden wir auf eine harte Geduldsprobe gestellt, was aber, da wir viel Zeit haben, nicht weiter tragisch ist. Der Ablauf hier im Einzelnen: Frage: welcher Schalter (1 bis 20) ist der richtige? Wir stellen uns mal in eine Schlange und warten (das soll eh unsere Hauptbeschäftigung an diesem Tag werden). Nach 15 bis 20 Minuten (!) werden wir doch noch bedient. Doch wie zu erwarten war, kann uns der Verkäufer 1 nicht weiterhelfen: er kenne eine solche Fahrkarte nicht und wir sollten uns doch einmal an die Information wenden. Na dann wollen wir mal. Nach einigem Suchen, treffen wir auf einen Automaten, der eine Nummer auf einem kleinen Zettel ausspuckt. Das Problem ist nur: wir ziehen die Nummer 233 und die momentan-bediente-Nummer ist die 220. Was das bedeutet, ist uns auch sofort klar: warten. Also warten wir. Als die 230 erscheint machen wir uns langsam bereit. Bei der 233 spurten wir los. Doch wir kommen nicht weit, denn zwei Sekunden später wechselt die Anzeige auf 234 um dann gleich auf 235 weiter zu schalten. Da die 235 eine Italienerin hat, die das System besser kennt als wir, ist sie natürlich schneller. Überraschenderweise werden wir nachher trotzdem noch bedient, obwohl unsere Nummer bereits vorbei ist. Doch, oh Wunder, auch die Verkäuferin 2 kann uns nicht helfen: zuerst meint sie es sei gratis, um dann in ihren Unterlagen nachzuschlagen, kurz eine Pause zu machen (Kaffee und so) und uns dann zu sagen, dass wir uns doch nochmals an die Ticketschalter wenden sollen. Also ein weiterer Versuch. Diesmal entscheiden wir uns für einen anderen Schalter. Auch dort heisst es geduldig zu warten. Nachdem die Verkäuferin 3 ein paar Kunden bedient hat und ein langes (!) Handygespräch beendet hat, sind wir an der Reihe. Zuerst hat sie auch nicht gross eine Ahnung, um uns dann, nach einiger Zeit, an die Schalter 6, 7 oder 8 zu verweisen. Eigentlich haben wir die Hoffnung schon fast aufgegeben noch eine Fahrkarte für unsere Bikes zu erhalten, aber dies ist immerhin das erste mal, dass wir konkret hören, wohin wir uns wenden sollen. Und tatsächlich werden wir bei Verkäufer 4 fündig. Er gibt uns die langersehnten Fahrkarten für 5'000 Lire das Stück, eigentlich sehr günstig. Nur sind in der Zwischenzeit ca. 1 ½ Stunden vergangen. Mit unserer neuesten Errungenschaft, die Fahrradfahrkarten, und dem übrigen Gepäck können wir dann den Zug nach Napoli besteigen. Nach einer kürzeren Fahrt in einem wahrscheinlich bis auf den letzten Platz besetzten Zug, erreichen wir Napoli. Dort heisst es als erstes wieder die Fahrräder zusammen zu bauen. Nach einem stärkenden Mittagessen fahren wir dann zum Hafen. Und was müssen wir dort wohl tun? Richtig, Fahrkarten für unsere Räder organisieren. Diesmal geht es aber überraschend schnell. Nach kurzer Wartezeit ist die Fähre dann auch schon bereit, uns und unsere Räder aufzunehmen - will heissen, wir können einsteigen. Nach einem letzten lautstarken Familienstreit unter Italienern setzt die Fähre Vittore Carpaccio der SI.RE.MAR dann um 21.00 Uhr in Napoli ab. Wir sind nun unterwegs nach Stromboli/Sizilien - endlich.