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Stromboli
Stromboli ist die nördlichste Insel der Liparischen
Inseln. Sie besteht praktisch nur aus dem 924 m hohen Vulkan Stromboli.
Entstanden ist die Insel vor etwa 40'000 Jahren. Das spezielle an
diesem Vulkan ist, dass er praktisch immer aktiv ist. Mehrmals pro
Stunde schleudert er glühende Lavafetzten in die Höhe.
Stromboli ist der aktivste Vulkan Europas und bricht seit Jahrtausenden
ständig aus. Dabei kommt es allerdings nur selten zu katastrophenartigen
Explosionen. Die vielen kleinen Ausbrüche verhindern, dass
sich ein zu starker Druck im Vulkaninneren aufbaut. Der letzte grosse
Ausbruch war 1930.
Tagsüber rauchumhüllt, nachts leuchtend, nannten die ersten
Seefahrer die Insel "Leuchtturm des Tyrrhenischen Meeres".
Vom Meer aus gesehen, bietet sie den Anblick eines perfekten Kegels,
weshalb sie von den Griechen "Strongyle", die Runde, genannt
wurde. Stromboli, ihr heutiger Name, geht auf diese griechische
Benennung zurück.
Stromboli - der Film
Bekannt geworden ist die Insel vor allem durch Roberto
Rosselinis berühmtes Filmepos "Stromboli, Terra die Dio"
mit Ingrid Bergman in der Hauptrolle.
Die in eindringlichen Bildern erzählte Geschichte des litauischen
Flüchtlingsmädchens Karin (Ingrid Bergman), das durch
die Heirat mit dem Soldaten und Fischer Antonio nach Stromboli gelangt,
aber hier keine Heimat findet, machte nicht zuletzt wegen der skandalösen
Liebesaffäre zwischen Ingrid Bergman und Rosselini weltweite
Schlagzeilen.
Der Film machte die Insel über Nacht bekannt, und die ersten
Touristen kamen in Scharen. Inzwischen erhöht sich die Zahl
der Inselbewohner alljährlich im August um das Zehnfache, wenn
sonnenhungrige Italiener die Strände und Hotels bevölkern.
In den anderen Monaten geht es sehr viel ruhiger zu, und wer noch
mehr Einsamkeit sucht, lässt sich in Ginostra mit dem Boot
aussetzen. Der winzige Ort an der Westküste rühmt sich,
den kleinsten Hafen der Welt zu besitzen.
Ausbruch in der Nacht
Viele möchten den Vulkan bei Nacht erleben,
wenn man sieht, wie glühende Magmafontänen in den Himmel
schiessen. Vom Aussichtspunkt oberhalb der Punta Labronzo geniesst
man bereits einen sehr guten Blick auf die Krater, und selbst bei
Dunkelheit ist der Weg dorthin einfach zu gehen.
Eine nächtliche Begehung des Gipfels kann für jemanden, der
sich nicht auskennt, lebensgefährlich sein, darüber hinaus
hat die Gemeindeverwaltung im Sommer 1990 ein Dekret erlassen, das
die Besteigung des Gipfels aus Gründen der "Sicherheit
und Sauberkeit" nur in geführten Gruppen erlaubt.
Man sollte auf jeden Fall beachten, dass der Vulkan völlig
überraschend mehr oder weniger stark ausbrechen kann. Es kam auch
schon zu mehreren - zum Teil tödlichen - Unfällen (siehe
dazu: STROMBOLI-ONLINE:
Unfälle auf dem Vulkan).
Das Fahrrad bringt einem auf dieser Insel nicht viel, da es nur
sehr wenige Strassen gibt. Trotzdem lohnt sich ein Ausflug auf diese
Insel auf jeden Fall.
Reisebericht
| Bilder: |
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| Ort |
Kommentar |
Bild
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| Stromboli-Ausbruch |
Eruption aus engem Schlot
(Oktober 1998, 9 KByte) |
©S.Küttel |
| Stromboli-Ausbruch |
Ascheneruption aus einem Krater
(Oktober 1998, 14 KByte) |
©S.Küttel |
| Stromboli-Ausbruch |
Starke Eruption aus Krater
(Oktober 1998, 35 KByte) |
©S.Küttel |
| Stromboli-Gipfel |
Zur Stosszeit herrscht manchmal
starkes Gedränge auf dem Gipfel. Viele sind sich aber wahrscheinlich
der Gefahr nicht bewusst.
(Oktober 1998, 31 KByte) |
©S.Küttel |
| Tondokument: |
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| Ausbruch des Stromboli (Eruption) |
wav 140 KByte,
mp3 32 KByte
RealPlayer
39 KByte
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