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Städte &
mehr
| Palermo: |
Das von den Phöniziern
als Handelsniederlassung gegründete Palermo stieg unter der arabischen
Herrschaft nicht nur zum Zentrum Siziliens auf, sondern zu einer bedeutendsten
Städte des gesamten Mittelmeerraumes.
In dieser Zeit soll es mehr Moscheen gehabt haben als heute Kirchen.
Über Palermos Märkte fanden exotische Früchte und
Gewürze ihren Weg nach Europa. Unter den Normannen konnte Palermo
seine Vorrangstellung weiter ausbauen und wurde zu einem einzigartigen
Schmelztiegel arabischer, jüdischer, byzantinischer und lateinischer
Kultur.
Wie ein gigantischer Moloch frisst sich die Stadt weit in das Umland
hinein. Sie ertrinkt im Verkehrslärm und erstickt in den Abgasen.
Trotzdem ist der Besuch von Palermo sehr lohnend. Die Stadt besitzt
trotz des kulturellen Raubbaus schier unendlich viele sehenswerte
Kirchen und Paläste. Der Besuch kann aber auch ermüdend
sein. Erholsam sind da Ausflüge in das fast menschenleere Hinterland
der Metropole. Der Besuch von Monreale (mit seinem Normannendom)
ist ein Muss.
Wie in allen grösseren Städte, sollte man in Palermo
auf seine Sachen aufpassen. Gelegenheit macht Diebe!
Heute hat Palermo mehr als 700'000 Einwohner.
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| Termini Imerese: |
Die Thermalquellen
von Termini Imerese werden seit der Antike genutzt, doch ist der Ort
heute in erster Linie ein touristisch nicht sehr attraktiver Industriestandort.
Am Rande der Altstadt sind noch die Reste eines römischen Amphitheaters
zu sehen.
Die Stadt hat 25'000 Einwohner.
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| Cefalu: |
Nach Taormina ist
Cefalu der meistbesuchte Ferienort Siziliens. Unverwechselbar ist
die Silhouette der Stadt vom Westen aus gesehen. Über der Stadt,
die von einem mächtigen Dom überragt wird, erhebt sich wiederum
der trutzige Burgberg wie ein Haupt - kephalos auf griechisch.
Die unvergleichliche Lage, der kulturhistorisch bedeutende Normannendom
sowie ein überaus gepflegter Sandstrand sind das touristische
Kapital von Cefalu. Die von Bausünden verschont gebliebene
Altstadt strahlt aufgrund des lebhaften Treibens auf dem Corso Ruggero
und des majestätischen Normannendoms viel Atmosphäre aus.
Cefalu hat 13'500 Einwohner.
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| Milazzo: |
Von Milazzo aus
verkehren mehrmals täglich Boote zu den Äolischen Inseln.
Das nahe Industriegebiet wirkt zwar nicht gerade einladend, doch besitzt
Milazzo selbst seine Reize. Die lange Uferpromenade (Lungomare Garibaldi),
die den modernen Stadtteil am Hafen mit dem alten unterhalb des Kastells
verbindet, ist abends das Ziel zahlreicher Müssiggänger.
Milazzo hat 30'000 Einwohner.
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| Messina: |
Messina war schon
immer eine lebendige und strategisch wichtige Hafenstadt. Die Lage
an der Meerenge (Stretto) und der sichelförmige Naturhafen waren
wie geschaffen für eine Stadtgründung.
Historische Gebäude findet man in Messina nur wenige. Ein
verheerendes Erd- und Seebeben zerstörte am 28. Dezember 1908
nahezu alle Häuser, mehr als 60'000 Menschen starben bei dieser
Katastrophe. Es war nicht das erste schwere Erdbeben in dieser Region
und es wird wahrscheinlich leider auch nicht das letzte gewesen
sein, da hier immer wieder die zerstörerischen Kräfte
aus dem Erdinnern zuschlagen.
Heute ist Messina ein wichtiges Handelszentrum und die drittgrösste
Stadt Siziliens. Eine Universität und ein hier ansässiger
Erzbischof unterstreichen diese Stellung. Beschaulich geht es allerdings
nicht zu und her, da der Lastverkehr vom Festland durch die Hauptstrassen
rollt.
Messina hat 280'000 Einwohner.
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| Taormina: |
Taormina ist ein
Mythos. Ein Mythos, an dem die Landschaft, das Theater - die
berühmteste Ruine Siziliens - und die vielen illustren Reisenden vergangener
Zeiten, auf deren Spuren sich auch der moderne Tourist bewegt, gleichermassen
ihren Anteil haben. Auf einem 250 m hohen Plateau "schwebt"
Taormina über dem Meer, die gezackte Kette der Monti Peloritani im
Rücken. Aus dem griechisch-römischen Theater und von den Plätzen
der Stadt blickt man auf die Bucht von Naxos, und dahinter erhebt
sich die Silhouette des Etna. Auch sonst hat die Stadt einiges zu
bieten, auch wenn die Stadt zur Hochsaison ziemlich überlaufen
ist.
Taormina hat 11'000 Einwohner.
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| Catania: |
Als eine der frühesten
griechischen Kolonien wurde Catania bereits im Jahre 729 v.Chr gegründet.
Zu grösserer Bedeutung gelangte die Stadt aber erst während
der römischen Epoche. Heute zeugen nur noch das römische
Theater und die Reste eines Amphitheaters von der antiken Vergangenheit.
Die "Tochter des Etna" liegt dem rund 30 km entfernten
Hauptkrater des Vulkans zwar ergeben zu Füssen, doch mitunter
liess der "Vater" seinem Zorn freien Lauf. Die schwerste
Zerstörung datiert ins Jahre 1669. Damals strömte die
Lava durch Catania und füllte das alte Hafenbecken auf.
Heute ist Catania eine überaus vitale Grossstadt, die als
Handels- und Industriezentrum Palermo in nichts nachsteht - leider
auch nicht bezüglich Elendsviertel, Mafia und alltäglicher
Gewalt. Der Autoverkehr in Catania ist mit Vorsicht zu geniessen.
Es bietet sich daher an mit dem Zug nach Catania zu fahren.
Catania hat 400'000 Einwohner.
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| Siracusa: |
Siracusa - das
antike Syrakus - setzt sich aus zwei völlig gegensätzlichen
Stadtteilen zusammen: Die überaus heitere und freundliche Altstadt
mit ihren verwinkelten Gassen wurde auf dem hellen, harten Stein der
Insel Ortigia erbaut, die mit zwei Brücken mit dem Festland verbunden
ist. Ein Stück weit im Landesinneren liegt das Ruinenfeld aus
griechisch-römischer Zeit. Das griechische Theater, das "Ohr
des Dionysos" und das römische Amphitheater liegen inmitten
eines bis ans Meer reichenden, typischen Neubauviertels.
Siracusa ist eine sehr angenehme Stadt, die im völligen Gegensatz
zur Hektik von Palermo oder Catania steht. Vor allem vom historischen
Zentrum geht eine fast kleinstädtische Beschaulichkeit aus.
Für einen Badeurlaub ist die Stadt aber weniger geeignet, da
das Meer ziemlich verschmutzt ist.
Siracusa hat 120'000 Einwohner.
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| Agrigento: |
Agrigento ist
eine dreigeteilte Stadt: Da sind einmal die unansehnlichen Betonburgen
der Nachkriegszeit, die den Blick auf den mittelalterlichen Stadtkern
verstellen. Und schliesslich die zwei Kilometer südlich davon
gelegenen Tempel und Grundmauern des antiken Akragas. Die gewaltige
Ausdehnung des antiken Bezirks und die prachtvollen Tempelanlagen
- keine andere griechische Stadt soll mehr Tempel besessen haben -
lassen noch heute die Bedeutung der antiken Stadt erahnen. Mehr als
200'000 Menschen sollen im antiken Agrigent gelebt haben. Trotz aller
antiker Pracht sollte man es nicht versäumen, durch die Gassen
der mittelalterlichen Stadt zu schlendern.
Agrigento hat 51'000 Einwohner.
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| Trapani: |
Trapanis Entwicklung
steht ganz im Zeichen der Kontinuität. Weder grosse Naturkatastrophen
noch historisch bedeutsame Ereignisse haben sich hier zugetragen.
Schon in der Antike war die Stadt nichts anderes als ein strebsames
Handelsstädtchen. Der fruchtbare Küstenstreifen, intensive
Handelsbeziehungen und die ausgedehnten Salinen mehrten den Reichtum
Trapanis. Heute ist die Stadt das bedeutendste Wirtschaftszentrum
im Westen Sizilien.
Trapani hat 80'000 Einwohner.
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| Etna: |
Der Etna ist einer
der aktivsten Feuerberge der Erde. Mongibello, der Berg der Berge,
nennen die Sizilianer den mit 3350 m grössten Vulkan Europas.
Seine genaue Höhe ist schwer zu bestimmen - sie schwankt wie
bei allen aktiven Vulkanen. Er gehört zu der grossen Gruppe von Vulkanen,
die dünnflüssige Schmelzen fördern, aus denen die Gase
leicht entweichen können, das setzt seine Explosivität stark
herab. Der Ausstoss von Gasen und Dämpfen gehört zu der
normalen Daueraktivität des Etna; steigt die Magmasäule
höher im Schlot, werden zusätzlich Magmafetzen mitgerissen,
die im Flug zu Bomben, Schlacken oder Aschen erkalten.
Der Etna schlummert keineswegs: Zwischen zehn und 20 grössere
Ausbrüche werden pro Jahrhundert gezählt. Dabei bricht der
Etna nicht nur aus den zentralen Gipfelkratern aus, häufig reissen
seitlich, an den Flanken des Berges, Spalten auf, in denen sich Öffnungen
bilden, sogenannte Bocche. In der ersten Ausbruchsphase entweichen
die meisten Gase und es bilden sich Schlacke- und Aschekegel, meist
perlschnurartig aneinandergereiht. Aus den untersten Öffnungen,
meist einem unscheinbaren Loch, tritt die Schmelze aus. Die Lava kann
abhängig von der Heftigkeit des Ausbruches, monatelang und kilometerweit
ins Tal fliessen. Der bisher grösste Ausbruch, der auch Teile
Catanias zerstörte, ereignete sich 1669.
Die Menschen können sich fast immer retten, denn die Höchstgeschwindigkeiten
überschreiten selten 15 Stundenkilometer. Um den Lavafluss von
den Ortschaften abzulenken, wirft man manchmal mit Erfolg Dämme
auf. Die alten Bauernhäuser und Ortschaften sind fast immer auf
erhöhten Geländepositionen zu finden, da sie dort sicherer
vor den Lavaströmen sind.
Bis in den Frühsommer hinein ist die Gipfelregion schneebedeckt.
Auf dem Weg vom Meer bis zum Gipfel durchfährt man unterschiedlichste
Vegetations- und Klimazonen. In der - dank des vulkanischen Gesteins
- äusserst fruchtbaren Ebene gedeihen Orangen und Zitronen, ein
Stückchen höher werden Gemüse und Wein angebaut, später
bestimmen Kastanienwälder die Landschaft. In den höheren
Lagen wachsen noch Ginster und Wacholder, in der Gipfelregion - wegen
dem strengen Klima - fast ausschliesslich Flechten.
Von der Nord - wie auch von der Südseite her werden täglich
Jeep-Exkursionen bis auf rund 2900 m Höhe angeboten (pro Person 50
000 Lire). Vom Rifugio Sapienza führt eine Seilbahn bis zur 2600
m hohen Bergstation La Montagnola (30 000 Lire). Sich dem Gipfel ohne
sachkundige Führung zu nähern ist lebensgefährlich! |
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Die meisten Texte stammen aus Bücher und
wurden zusammengefasst und bearbeitet.
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Die Hauptstadt von Island und die Heimat von fast
60 % aller Isländer. Mehr als 170'000 Menschen leben im Grossraum
Reykjavik (rauchende Bucht) an der Buch Faxaflói. So versteht es
sich wohl von selbst, dass Reykjavík mehr als nur das politische
Zentrum ist. Praktisch alle wirtschaftlichen und kulturellen Impulse
gehen von dieser Region aus.
Obwohl sich in Reykjavík die ersten dauerhaften
Siedler niederliessen gewann der Ort erst im 18. Jh. an Bedeutung.
Er erlangte im Jahre 1786 mit 167 Einwohnern (!) Stadtrecht und
wurde
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