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Home: Norwegen: Reisebericht    
Anreise
Luzern - Hamburg/Kiel
Kiel - Ostsee
Oslo - Ustaoset
Brücke zwischen Dänemark und Schweden by S. Küttel

Luzern - Hamburg/Kiel

Samstag Nacht, 22.März 2003

Wieder mal sind wir unterwegs - diesmal geht es nach Norwegen für ein Abenteuer der etwas anderen Art: Hardangervidda - Durchquerung im Winter. Wir haben uns seit einiger Zeit darauf vorbereitet und das nötige Material wie Pulkas etc. organisiert und sind zuversichtlich, dass Vorhaben erfolgreich über die Bühne zu bringen. Trotzdem sind wir natürlich schon etwas nervös, da wir noch nie längere Zeit mit den Skiern im Winter unterwegs waren. Und Zelten im Winter ist auch nicht wirklich mit der Sommeraktivität zu vergleichen...

Nun müssen wir aber erstmal überhaupt zu unserem Startpunkt in Ustaoset/Norwegen kommen. Die Anreise bei solchen Projekten bedeutet auch immer eine logistische Herausforderung, sprich Gepäckchaos. Aber wir sind uns dies ja schon gewohnt :-) Als erstes geht es mit der Bahn von Luzern (Schweiz) nach Zürich und von dort aus mit City Night Line nach Hamburg. Dank dem, dass wir zu Dritt ein Vierer-Abteil belegen, haben wir keine Probleme mit dem nicht ganz unerheblichen Gepäck (Skis, Pulkas, Rucksäcke, ...) Nach einem kurzen Imbiss im Barwagen hauen wir uns in die Federn und träumen von Norwegen...

 

Kiel - Ostsee

Sonntag, 23.März 2003

Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht und einem guten Frühstück erreichen wir Hamburg Dammtor. Hier heisst es umsteigen auf den Zug nach Kiel. Solch ein Zugwechsel ist bei all dem Gepäck nicht immer so einfach, weshalb wir froh sind genügend Zeit zur Verfügung zu haben. Die Preisfrage ist jeweils, wo unsere Plätze sind bzw. wo es genügend Platz für all unser Gepäck hat; und ob der Zug so lange hält bis wir die Anwort darauf gefunden haben. Aber so ein schneller Spurt mit Gepäckwagen von einem Zuganfang zum anderen am Morgen weckt auch wieder die Lebensgeister.
In Kiel angekommen die nächste Herausforderung: wie bringen wir das Gepäck vom Bahnhof zur Plattform der Colour Line. Dazu ein Geständnis: Ja, Deutsche Bahn, wir waren es, die unerlaubterweise einen Gepäckwagen vom Bahnhof bis zum Hafen (also über das Bahnhofsgelände hinaus!!) benutzt haben. Aber wir haben ihn auch schön artig wieder zurückgebracht.
Nach einer kurzen Zwischenmahlzeit aus dem Tiefkühler des dortigen Kiosks (mit ebensolch eisiger Bedienung) geht es mit dem nächsten Transportmittel (einem Einkaufswagen) aufs Schiff. Die Kommentare der Mitreisenden dazu gebe ich hier besser nicht wieder... Dank dem, dass wir zu Dritt wieder ein Viererabteil belegen, haben wir auch keine Probleme mit dem Gepäck. Den Rest des Tages verbringen wir mit Windkraftwerken bestaunen, Brücke fotografieren und - jawohl - essen.

Wetter: schöner Frühlingstag mit wenig Wind und einigermassen ruhige See.

 

Oslo - Ustaoset

Montag, 24.März 2003

Nach einer wiederum sehr ruhigen Nacht (ich habe kaum gemerkt, dass ich mich auf einem Schiff befinde) kommt Oslo in Sicht. Nun heisst es noch die letzten paar ruhigen Momente zu geniessen, nachher beginnt wieder der Gepäckstress.
Zu unserem Glück fährt ein Bus direkt vom Colour Line Terminal zum Bahnhof von Oslo. Da es aber ein schlichter Linienbus ist, der keine Gepäckstauräume hat, müssen wir wohl oder übel den Gang des Busses mit unserem Gepäck blockieren.
Beim Bahnhof angekommen heisst es Fahrkarten zu kaufen, denn nun geht es weiter mit der berühmten Bergenbahn nach Ustaoset - dem Startpunkt unserer Hardangervidda-Durchquerung. Eine abwechslungreiche Fahrt durch wunderschöne Landschaften folgt. So schön und entspannend kann Reisen sein.
In Ustaoset heisst es leider aussteigen. Aber was heisst hier leider! Ein verschneiter See (von tiefverschneit kann man dieses Jahr nicht sprechen) liegt vor uns und dahinter erhebt sich die Hardanger Vidda. Da rüber führt die nächsten paar Tage also unser Weg. Jetzt brauchen wir nur noch eine Unterkunft für die nächste Nacht und einen Laden für den nötigen Proviant. Dann kann es losgehen.
Beim einzigen(?) Hotel des Ortes angekommen, werden uns gleich die Möbel entgegen geworfen. Geschlossen? Bankrott? Umbau? Zum Glück machen die nur Frühlingsputz, was anscheinend auch heisst, dass gleich die Möbel entsorgt werden...
Danach können wir uns dem Kaufrausch hingeben, denn nun heisst es einkaufen für die nächste Woche oder etwas mehr. Unzählige Packungen Knäckebrote und andere haltbare, brotartige Dinge, Schinken, Teigwaren, Teigwaren und nochmals Teigwaren, Saucen, Schokolade, etc. finden den Weg in den Einkaufswagen. Dabei heisst es immer einen Mittelweg zu finden zwischen was gut schmeckt, viel Energie enthält, lange haltbar ist (auch in feuchter Umgebung), wenig Platz benötigt und nicht zu schwer ist. Eine nicht wirklich einfache Sache. An der Kasse wird uns einmal mehr klar, dass wir uns in Norwegen befinden - wer sparen will bleibt wohl besser zu hause.
Nach dem Nachtessen geniessen wir die wohl für längere Zeit letzte Nacht in richtigen Betten. Hardangervidda - wir kommen.

Wetter: sonnig bei frühlingshaften Temperaturen

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Vielen Dank für die Mithilfe.
Letzte Änderung: 23.05.2004