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Home: Island: Reisebericht    
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Kirkjubæjarklaustur - Skaftafell
Skaftafell - Jökulsárlón
Jökulsárlón - Höfn
Höfn - Egilsstaðir - Mývatn

Skaftafell by B. Signer

Kirkjubæjarklaustur - Skaftafell

Mittwoch, 12.7.2000

Regen in der Nacht und auch beim Zeltabbauen. Unterwegs dann wechselhaft, dementsprechend auch ständiger Kleiderwechsel. Im Skeiðarársandur dann strömender Regen und kühl. Man spürt den nahen Gletscher förmlich. Zudem wird am Anfang der Strecke die Strasse erneuert -> feiner Schotter. Auf der letzten Brücke überholt uns ein Bus mit sowenig Abstand, dass es fast zu einer Karambolage kommt. Aber das scheint den Fahrer wenig zu kümmern. Auf jeden Fall haben wir Busse mit der Aufschrift Terra Nova zu unseren erklärten Feinden gemacht ;-).
Da es ständig geregnet hat, haben wir die Mittagspause auf den Nachmittag verlegt. Nachdem wir in Skaftafell angekommen sind wird zuerst gegessen, dann das Zelt aufgestellt und geduscht. Nachher geht es zum Svartifoss und den Gletschern. Genau im richtigen Moment kommt die Sonne hervor und verzaubert die Landschaft. So schön kann Island sein. In der Nacht wird es dann ziemlich kühl (unter 4°C).

Tagesleistung: 70 km

Camping (500 Kr/Person):
+ schöner Platz, gross
- nur je eine Dusche
- Laden mit zu kleinem Sortiment

Wetter: Regen, Wind, kalt. Am Abend Sonne

 

Skaftafell - Jökulsárlón

Donnerstag, 13.7.2000

Stefan Reinhart versucht heute direkt nach Höfn zu gelangen und dann am Fr/Sa die Ostfjorde zu bezwingen. Wir nehmen es etwas gemütlicher und fahren nur bis zur Jökulsárlón. Dabei ist uns der Wettergott gut gesinnt: es regnet nicht und wir haben z.T. sogar Rückenwind. Auf den letzten km dem Gletscher entlang wird dieser dann aber zum starken Seiten und z.T. auch Gegenwind. Nachdem wir bei der Jökulsárlón angekommen sind und uns etwas über die Bustouristen lustig gemacht haben, stellen wir die Zelte etwas abseits aber direkt an der Lagune auf. Danach wandern wir zum Gletscherabbruch und wehren unterwegs einige Skua-Angriffe ab. Zudem beobachten wir eine Wolke über dem Öræfajökull , die - mit etwas Fantasie - wie eine Eruptionswolke (Dampf) aussieht. Leider ist es aber falscher Alarm.

Tagesleistung:
Strecke: 59 km
Zeit: 3.05 Stunden
¢: 19.2 km/h
Max: 50.2 km/h

Camping: kein offizieller Campingplatz

Wetter: Bewölkt, am Abend Sonne, 17°C

PS: Vom Zelt aus haben wir einen fantastischen Ausblick auf die Jökulsárlón

 

Jökulsárlón - Höfn

Freitag, 14.7.2000

Nach einer kühlen Nacht mit ca. 4°C geniessen wir am Morgen zuerst einen Kaffee bei der Touristenbude und essen etwas. Danach machen wir uns auf den Weg nach Höfn. Schon nach kurzer Fahrt ist klar, dass der Wind heute erneut unser Begleiter sein wird. Zu unserem Leidwesen zuerst von der Seite oder von vorne. Um während der Mittagspause etwas geschützt zu sein, ziehen wir uns unter eine Brücke zurück. Langsam aber sicher geht uns das Essen aus und das wenige Brot dass wir noch haben ist z.T. bereits angeschimmelt. Hoffentlich kommt Höfn bald... Nach weiteren Stunden Fahrt mit z.T. garstigem Gegenwind erreichen wir kurz nach 17 Uhr unser Ziel: Höfn. Bin ziemlich auf den Felgen.

Tagesleistung:
Strecke: 82 km
Zeit: 4.40 Stunden
¢: 17.4 km/h
Max: 43.4 km/h

Camping: inkl. Waschmaschine und Tumbler

Wetter: Bewölkt und windig, 9-12°C

 

Höfn - Egilsstaðir - Mývatn

Samstag, 15.7.2000

Heute ist ein Tag für faule: Busfahren ist angesagt! Kurz nach Höfn bin ich schon sehr froh, dass wir den Bus genommen haben (aus zeitlichen Gründen blieb uns glücklicherweise auch gar nichts anderes übrig ;-)) : eine sehr steile Rampe führt auf den ersten Pass. Fahren wäre hier wohl nicht mehr möglich. Zudem ist die Strasse ziemlich schlecht. Danach folgt ein ständiges Auf und Ab durch die Ostfjorde. Nach dem letzten Pass bekommen wir noch einen kurzen Abschnitt der Piste 939 zu gesicht, die in miserablem Zustand ist. Hier durchzufahren kann ich wirklich niemandem empfehlen.
Am Nachmittag kommen wir in Egilsstaðir, unserem geplanten Tagesziel an. In der Zwischenzeit haben wir herausgefunden, dass gleich wieder ein Bus weiter zum Mývatn fahren würde. Da wir eh geplant haben am Sonntag den Bus zum Mývatn zu nehmen, würden wir so einen Tag gewinnen. Doch wo sind, Angie und Beni mit denen wir hier eigentlich am Sonntag abgemacht haben? Anscheinend erkunden sie die Region um Egilsstaðir. Fast schon geben wir die Hoffnung auf, als sie doch noch erscheinen. Glück gehabt. Die eigentliche Herausforderung beginnt nun aber erst: Wie teilt man einem Busfahrer am behutsamsten mit, dass wir mit unseren inzwischen 6 Bikes mit ihm und seinem Fahrradträger-losem-Bus mitmöchten? Ganz einfach: man fragt und hilft beim Verladen in den Gepäckraum. Wie die Bikes jemals wieder aus demselben herausgenommen werden sollen ist mir im Moment jedoch schleierhaft...
Nach einer längeren Fahrt durch z.T. stürmischem Wetter erreichen wir den Mývatn. Ich kann es kaum erwarten die aktive Vulkanregion zu erkunden.

Bus: 4070 Kr/Person inkl. Bike

Camping (500Kr/Person inkl. Dusche und Gas zum Kochen):
+ sehr schön gelegen am Ufer des Mývatn
+ Esszelt mit Kochgelegenheit (sehr nützlich bei schlechtem Wetter)
+ Wetterbericht angeschlagen
- viele Mücken
- Total nur 3 WCs und 2 Duschen

Wetter: bedeckt, z.T. Regen, sehr windig

PS:
- In Egilsstaðir Supermarkt mit sehr guten Salaten
- In Egilsstaðir Internetcafé und Livecam in Fenster von Radiostation (TA-Gebäude)

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Vielen Dank für die Mithilfe.
Letzte Änderung: 18.06.2011